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...eine aufregende Achterbahnfahrt

Datum:
20. Juni 2026
Von:
Uschi Fusenig

…eine aufregende Achterbahnfahrt! 

„Die Freude ist groß, endlich ist es geschafft, und ich kann stolz auf mich sein meinen Schulabschluss erreicht zu haben, denn damit habe ich eine gute Basis für meine weiteren Lebensplanungen“; das sind mögliche Gedanken bei vielen Schülerinnen und Schülern am Ende ihrer Schulzeit. Die Zukunft steht ihnen nun offen, aber sie erinnern sich auch gerne an vergangene Ereignisse; so geschah es  an der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Bernkastel-Kues im traditionellen ökumenischen Schulabschlussgottesdienst. In diesem Jahr wurde die Schulzeit mit einer aufregenden Achterbahnfahrt verglichen und den damit verbundenen individuellen Gefühlserlebnissen.  

Wer schon einmal in einem Freizeitpark das Wagnis einer Achterbahnfahrt auf sich genommen hat, kann durchaus die wechselnden Emotionen nachvollziehen, die damit verbunden sind.            Auf die Schulzeit bezogen ähneln sie durchaus dem Gefühlschaos unserer Kinder und Jugendlichen, das sie im Laufe ihrer persönlichen Entwicklung und in ihrer Schulzeit durchmachen: wie der Puls in den Loopings steigt, die Gedanken in den Kurven herumwirbeln, der Atem stockt, wenn der Blick auf dem höchsten Punkt der Fahrt die unendliche Tiefe sieht und es Sekunden später kein Entrinnen mehr gibt. Sei es dann aus Freude über das Erlebnis oder aus dem Schrecken der Situation heraus, es entlockt manchen einen Schrei, anderen stockt der Atem und sie verwünschen die Entscheidung überhaupt mitgefahren zu sein.                                                                                                              

Und doch, da bleibt der Nervenkitzel, sich auf etwas einzulassen, was eine Herausforderung ist, manche an ihre Grenzen bringt oder bestenfalls darüber hinaus. Stillstand ist nicht angesagt in unserem Leben, sondern eher ein stetiges Voranschreiten in der Erweiterung unserer Fähigkeiten und Fertigkeiten, um zu den Menschen zu werden, die Gott sich für uns erdacht hat. Die Schulzeit bietet dafür hinreichend Möglichkeiten sich zu erproben, im Wechsel von Erfolgen und Misserfolgen, von Höhen und Tiefen, manchen kurvigen Umwegen und bestätigenden Arbeitsergebnissen. Die Schulzeit bereitet auf das Leben vor, denn sie findet mitten im Leben statt. Dort werden Grundlagen vermittelt, die darauf warten vertieft zu werden. Alle haben so eine Chance etwas aus sich zu machen, sich weiterzuentwickeln, das eigene Glück in die Hand zu nehmen und die Welt mitzugestalten, damit sie und alle Lebewesen auf ihr auch eine lebenswerte Zukunft haben.                    

Wir Menschen tragen alle, als von Gott eingesetzte Verwalter, die Verantwortung für unsere Lebenswelt. Und dafür braucht es immer wieder junge Menschen, die sich auf eine aufregende Achterbahnfahrt des Lebens einlassen. Unterstützt durch Menschen, die es gut mit ihnen meinen, können sie mutig ihren Weg in die Zukunft gehen gestärkt vom Glauben daran, dass Gott für alle Zeiten seine schützenden Hände über sie hält.